Analyse – Reflexion – Sehen – Darstellen

Nachdenken über das Sehen

»Martin Rosners Blick ist reflexiv, analytisch. Er denkt über das Sehen und Darstellen nach, über unser Auge und unser Hirn und über die Apparaturen der Wirklichkeitswiedergabe. Was man in seinen Fotografien sieht, ist aber nicht die pure bzw. die gereinigte Realität, sondern eine Serie von Bildern, die ihren Bildcharakter nicht verbergen, sondern offensiv zeigen. Und weil Rosner als Fotograf nicht in erster Linie Wissenschaftler ist, entsteht nicht (nur) Erkenntnis, sondern Schönheit, die Freude über ein neues Bild von der Welt und über einen veränderten Blick.

Fotos werden Meta-Bilder

Fotos, die in den Kunst-Kontext eintreten, verlieren ihren Abbildcharakter. Sie werden Meta-Bilder. Sie verweisen nicht in erster Linie auf anderes, sondern auf sich selbst. Das gilt auch für den gegenständlichen Anteil an Rosners Arbeiten. Denn er hat ja seine wiederkehrenden Themen und Motive: Räume vor allem. Innen- und Außenräume. Und was mit diesen Räumen geschieht, wenn sich die Randbedingungen ändern. Also etwa das Licht oder die Belichtungszeit.

Orte, die sich auflösen

Sein besonderes Faible gilt nächtlichen Räumen. Orten, die sich aufzulösen scheinen. Die man nicht mehr zureichend interpretieren kann. Die deshalb die Wahrnehmung panisch werden lassen, mit Angst aufladen. Räume, deren Architektur nicht völlig geklärt ist, die Aus- und Eingänge haben, die man nicht übersehen und kontrollieren kann. Psychotische Interieurs, Innenräume des Zerfalls.«

Dr. Helmut HEIN: »Nah an der Schönheit und am Schrecken.«
In: Mittelbayerische Zeitung (2012-03-06)

Martin Rosner bei ›ARTvergnügen‹

Das Kunstportal »ARTvergnügen« hat ausgesuchte Fotoarbeiten von Martin Rosner in sein Portfolio aufgenommen. Ein ausführliches Interview rundet die Präsentation der Werke ab.

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