Gottes Haus

Konzept
Idee und gedanklicher Hintergrund
  • Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es bei den Glaubensräumen der verschiedenen Konfessionen und wie repräsentieren diese Räume den jeweiligen Glauben?
  • Wie beeinflusst die Architektur/der Raum unser Denken, Fühlen und Handeln?
  • Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle?
Ausgangsthese

Diesen Fragen über die Wahrnehmung von Räumen im Kontext von Religion und Glauben habe ich mit diesem Fotoprojekt über ein Jahr lang nachgespürt.

Die Fotografie muss sich seit Ihrer Erfindung mit dem Mythos auseinandersetzen, dass sie die »Wahrheit« zeigen würde – ohne dass sie es je getan hätte! Dieses »Wirklichkeitsdilemma« bietet daher auch die Ausgangsbasis für diese fotografische  Spurensuche: Was ist wahr? Was glaube ich? Was sehe ich? Was empfinde ich?

Ausführung

Durch Interviews mit Vertretern der verschiedenen Glaubensrichtungen wurden zunächst die jeweiligen Denk- und Glaubensansätze herausgearbeitet.

Im zweiten und für das Projekt relevanten Schritt ging es dann um die visuelle, fotografische Umsetzung dieser Glaubensaspekte in Bezug auf den Raum. Dabei habe ich bewusst auf jegliche fotografische Interpretation verzichtet. Vielmehr sollte der vermeintliche Wirklichkeitsaspekt (→ Ausgangsthese) durch das bloße »identifizierbare Festhalten des Sichtbaren« überprüft und auf dieser Basis zugleich überstiegen werden. Diese »überhöhte Dokumentation«, nutzt immer das gleiche »Setting«:

  • Blick in den Raum, Richtung »Allerheiligstes«
  • Alle fototechnischen Aspekte sollen möglichst »neutral« wirken → Perspektive, Licht, Bildausschnitt etc.
  • Die Aufnahmen werden mit einer Großformatkamera (4×5″) angefertigt, um die Raumwirkung zu betonen und optisch-fotografische Fehler (z.B. stürzende Linien) zu minimieren
Präsentation

Den Abschluss des Projekts bildet eine Ausstellung. Hier werden sowohl die Kernaussagen der Interviews – in Textform – als auch die Fotografien gezeigt. Die Fotoarbeiten werden großformatig präsentiert, um die Raumwirkung möglichst erfahrbar zu machen. Der Druck erfolgt auf transparente Acrylglasplatten. Das Motiv ist somit durchscheinend (Weiß wird nicht gedruckt) und die transzendente Grundthematik (»Religion – Raum«) wird damit auch in der Präsentation visualisiert.

Förderung

Logo Jahresthema Stadt und GlaubeDas Fotoprojekt »Gottes Haus« wird im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2017 »Stadt und Glaube« der Stadt Regensburg vom Kulturamt der Stadt Regensburg gefördert.

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