Herrschaftsräume

Herrschaftsräume

Jurierte Fotoausstellung auf Einladung des Oberpfälzer Kulturbundes e.V. in Kooperation mit dem Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz e.V. und dem Internationalen Künstlerhaus Schwandorf-Fronberg im Juni 2011.

»… Was wir seltener sehen, ist eine übergreifende Ausstellung Oberpfälzer Fotokunst. Um hier einen Akzent zu setzen hat der Oberpfälzer Kulturbund zusammen mit dem Oberpfälzer Künstlerhaus und dem Berufsverband Bildender Künstler eine Reihe oberpfälzer Fotografen  eingeladen, an einer Werkschau der Fotokunst teilzunehmen …«


Dr. Wilhelm Weidinger (†), 2011 im Vorwort des Ausstellungskataloges
Präsident des Oberpfälzer Kulturbundes e.V.

Konzept

Das Thema der Ausstellung ist »Herrschaftsräume«. Die Fotografien sollen die Anforderung einer kritischen Architekturbetrachtung erfüllen.

Schlösser, Kirchen, Banken, Industriegebäude aber auch Supermärkte, Schrebergärten und Wohnanlagen können »Herrschaftsräume« sein. Wie drückt man den Willen zur Herrschaft, den ein Raum widerspiegelt, fotografisch aus? Die Veranstalter möchten mit dieser Ausstellung erstmals Fotografen aus der Oberpfalz dazu einladen, sich mit einem kritisch-spannenden Thema auseinanderzusetzen und damit auch ein größeres Publikum für die Fotokunst zu gewinnen.

»… Der Titel ›Herrschaftsräume‹ war schon bei den ersten Vorbesprechungen als Arbeitstiteleine Umschreibung für das kommende Projekt. Beim Colloqium mit den eingeladenen Fotografinnen und Fotografen wurde dieser Titel mehr und mehr mit Leben und Bildern erfüllt. Der Begriff ist nicht genau definierbar, gilt für den Herrschaftsraum des Einzelnen genauso wie für den einer Gruppe, lässt sich auf machtvolle Architektur ebenso anwenden wie auf Kirchen- und Hochhauskomplexe …«


Heiner Riepl, 2011 in der Einführung des Ausstellungskataloges
Leiter des Oberpfälzer Künstlerhauses

Ausführung

Das Thema »Herrschaftsräume« wollte ich anhand von ›Meta-Bildern‹ typischer ›Herrschaftsarchitektur‹ umsetzen. Dabei sollten die Bauten selber keine vorrangige Rolle spielen, sondern nur den jeweiligen ›Typus‹ darstellen.

Um diese Typologie herauszuarbeiten war eine einheitliche Sehweise notwendig: Gleiche Perspektive, gleiches Licht, gleicher Bildausschnitt. Die statische Zentralperspektive diente dabei zur Visualisierung des ›Herrschaftlichen‹. Individuelle (Bau-)Elemente wurden durch eine behutsame Nachbearbeitung entfernt.

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