Killer Kids

Killer Kids

Konzept

Computerspiele sind in aller Munde. Nach wie vor herrscht hier immer noch viel Unklarheit: Meist bestimmen Vorurteile und Klischees die öffentliche und auch die subjektive Wahrnehmung.

Diese Debatte und auch Erfahrungen aus meinem persönlichen Umfeld haben mich neugierig gemacht. Daher habe ich mich dieser Thematik über ein Jahr auf fotografisch-künstlerischem Weg genähert und eine Art »visuellen Kommentar« zum Thema »Jugendliche und Computerspiele« ausgearbeitet.

Der provokante Titel »Killer-Kids« spiegelt dabei ganz bewusst sowohl die – oftmals durch Unkenntnis – übertriebene Furcht, aber auch die durchaus berechtigte Sorge wider.

Ausführung

Das gestalterische Konzept soll anhand von Bildpaaren die Vielschichtigkeit dieses Themenkomplexes aufzeigen:

Zunächst habe ich die Jugendlichen beim Spielen am Computer beobachtet und fotografiert. Mein Hauptaugenmerk lag dabei auf der emotionalen Intensität (Konzentration, Angst, Wut, Freude, Erleichterung etc.), die die Jugendlichen währenddessen zum Ausdruck bringen. Diese Emotionen dokumentierte ich – dem Thema entsprechend – mit einer Webcam, um so auch eine visuelle Entsprechung zur »digitalen Computerwelt« zu schaffen (»pixelige Bilder«).

Den Webcam-Bilder stelle ich klassische Porträtaufnahmen der Jugendlichen gegenüber, die sie in Ihrem häuslichem Umfeld zeigen. Diese Porträts habe ich mit einer analogen Mittelformatkamera auf S/W-Film aufgenommen, um auch hier den visuellen Bezug zur »wirklichen/analogen Welt« herzustellen.

Der Kontrast dieser visuell sehr unterschiedlichen Darstellungen soll dem Betrachter das Spannungsfeld zwischen realer »Außen-Welt«, die sich zwischen Schreibtisch, Bett und Kleiderschrank abspielt, und der virtuellen »Innen-Welt«, die nur im Kopf der Jugendlichen stattfindet, aufzeigen.

Ergänzt werden die Bilder durch kurze Kommentare, die die Jugendlichen selbst verfasst haben und in denen Sie Ihre Empfindungen und Motivationen spontan ausdrücken.

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