15 · 20 · 19

15 · 20 · 19

Konzept
Ausführung
Förderung
Konzept
Idee und gedanklicher Hintergrund
  • Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten prägten und prägen die Lebenswelten der Jahre 1519 und 2019?
  • In der Malerei des beginnenden 16. Jahrhunderts fand eine allmähliche Loslösung von rein religiösen Darstellungen statt. Die Betonung individueller Charaktere in der Menschendarstellung sowie der Entdeckung von Landschaft als Hauptthema ermöglicht einen Vergleich über die Jahrhunderte hinweg mit vielen interessanten Einblicken.
  • Erste autonome Selbstbildnisse aus dieser Zeit stehen einer Flut von »Selfies« im Internetzeitalter gegenüber – wie sahen sich die Menschen damals, wie sehen wir uns heute?

In einer aufwändigen kunsthistorischen Recherche habe ich mich mehr als ein Jahr lang auf Spurensuche begeben und an einer fotografisch-künstlerischen Gegenüberstellung der Lebenswelten von 1519 und 2019 gearbeitet.

Ausführung

Anhand von Gemälden und Druckgrafiken aus dieser Epoche (Ende 15. Jh. – Anfang 16. Jh.) und eigens angefertigten zeitgenössischen Fotografien zeige ich Unterschiede und Gemeinsamkeiten aus 500 Jahren Kultur- und Gesellschaftsgeschichte auf.

Die Fotografien orientieren sich dabei an den Bildsujets der historischen Vorlagen (Inhalt, Bildkomposition etc.), stellen diese jedoch mit den Entsprechungen der aktuellen Lebenswirklichkeit dar (Kleidung, Autos, urbane Landschaften etc.).

So entsteht ein neuer, ungewöhnlicher Blick auf die Zeit des Auf- und Umbruchs des frühen 16. Jahrhunderts und es erschließen sich erstaunliche Parallelen zur Gegenwart.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung zeigt Ikonen der deutschen Renaissance – die zum Teil auch in Regensburg gewirkt haben (z. B. Albrecht Altdorfer) – und deren
inhaltliche und künstlerische Transformation in die heutige Zeit.

Die Auswahl der historischen Vorlagen erfolgte bewusst subjektiv. Sie orientiert sich an neuen künstlerischen Ausdrucksweisen, die in dieser Epoche entwickelt wurden. Dazu gehören zum Beispiel erste Landschaftsdarstellungen und Sittenbilder, die das damalige Leben repräsentieren. Hinzu kommen Architekturdarstellungen und individuelle Bildnisse zeitgenössischer Persönlichkeiten.

Die Mischung aus bekannten und weniger bekannten Druckgrafiken und Gemälden, zum Teil auch mit ungeklärter Urheberschaft, bietet einen interessanten Querschnitt.

Für die Reproduktionen der historischen Vorlagen konnte ich – mit freundlicher Unterstützung der bestandhaltenden Museen – auf hochauflösende Digitalisate zurückgreifen. So war es möglich, die Gemälde und Grafiken mit hochwertigen digitalen Druckverfahren auf ausgesuchte Künstlerpapiere zu produzieren und in historisierenden Stilrahmen zu präsentieren.

Die Fotografien wurden auf Acrylplatten mit Echtglasbeschichtung gedruckt. Diese Form der Ausarbeitung erzeugt durch ihre moderne Anmutung einen deutlichen Kontrast zu den historischen Vorlagen. Die unterschiedlichen Bildmedien werden dadurch auch visuell erfahrbar gemacht.

Förderung

Das Fotoprojekt »15 · 20 · 19« wird im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2019 »Stadt und Gesellschaft« der Stadt Regensburg vom Kulturamt der Stadt Regensburg gefördert.

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