Der morbide Charme leerer Plätze

Presse

Martin Rosner stellt Fotografien aus zehn Jahren seines Schaffens aus.

Der Regensburger Martin Rosner ist in Amberg kein Unbekannter mehr, denn nicht zum ersten Male stellt der Fotokünstler hier aus. Bereits zur 975-Jahrfeier, im Rahmen der Kunstausstellung zum Nordgautag, war er in der Vilsstadt mit seinen Werken vertreten. Seinerzeit entstand auch die Idee zu einer Einzelausstellung die nunmehr in die Tat umgesetzt wurde. „Martin Rosner Fotografie 1990 bis 2010“ ist der Titel der Ausstellung.

Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Amberg, freute sich, dass in diesem Jahr schon zum siebten Mal eine Kunstausstellung und zudem die erste Fotoausstellung eröffnet werden konnte. Das zeige für ihn auch, dass es in der Stadt ein pulsierendes Kunstleben gebe. Zudem gab Dersch bekannt, dass man mit demNamen „Alte Feuerwache“ nicht immer glücklich war und die für Ausstellungen optimalen Räumlichkeiten nunmehr unter den Namen „Stadtgalerie-Alter Feuerwache im Stadtmuseum“ firmieren werden.

Die Laudatio für den Künstler hatte der ehemalige und langjährige Leiter der Galerie „Leerer Beutel“ in Regensburg, Dr. Herbert Schneidler, übernommen. Er meinte gleich zu Beginn, dass er den Namen „Alte Feuerwache“ weder schlecht noch unpassend finde. Schneidler beleuchtete zunächst die Bedeutung der Fotografie generell, die kurz nach ihrer Entstehung einen weltweiten Siegeszug antrat. Nach der Euphorie in den Anfangsjahren habe sie letztendlich eine festen Platz im Bereich der Künste eingenommen. Für ihn ist Rosner, den er von gemeinsamen Projekten in Regensburg kennt, einer der renommiertesten Fotografen in der Republik. Zu den Motiven sei zu sagen, dass der Künstler Alltägliches ohne Schnörkeleien darstelle.

Bewusst habe Rosner auf Titel zu den Bildern verzichtet. Der Betrachter solle durch nichts abgelenkt werden. Stattdessen sind Hinterhöfe, leere Plätze in Farbe und Schwarz-Weiß zu sehen, die zum Teil von morbidem Charme behaftet sind. Rosner erweckt auch und gerade mit eineminteressanten Spiel aus Licht und Schatten die Aufmerksamkeit des Betrachters. Die Ausstellung, deren Eröffnung musikalisch von Madame Buntstil alias Sandra Helm (Gesang) und Anita Kinscher (Keyboard) begleitet wurde, läuft noch bis zum 16. Oktober. Zu sehen ist sie Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 17Uhr.

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Alltägliches aus einer besonderen Perspektive
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